Oft wird Tierliebe falsch verstanden. Deshalb müssen sich angehende Heimtierhalter/innen intensiv mit der Tierart und deren artgerechten Haltung auseinandersetzten. In Familien muss geklärt werden, wer für das neue Familienmitglied verantwortlich ist. Spontan- oder Mitleidseinkäufe von Tieren sind daher auch der komplett falsche Ansatz. Auch sollen Tiere nicht unbedacht aus dem Ausland mitgenommen und schon gar nicht jemanden als Überraschungsgeschenk überbracht werden. Auch ist davon abzuraten, Tiere über Gratisinserateplattformen im Internet zu kaufen, betont der Schweizerische Tierschutz STS.

Was Hundehalterinnen und -halter wissen müssen.

Zentral für jeden angehenden Hundehalter ist, dass der Hund viel Zeit und persönliches Engagement braucht, denn er ist ausgesprochen beziehungsorientiert und fixiert sich jeweils auf ein Herrchen oder Frauchen.  Der Hundehalter muss darauf vorbereitet sein, dass der Hund bei jedem Wetter mehrmals täglich Auslauf im Freien braucht und das auch mit kleinen Vierbeinern, denen derweilen immer noch das «Schosshund»-Image anhaftet.

Hundehaltung ist kompliziert

Hundehaltung ist bei der heutigen gesetzlichen Regelungsdichte sehr kompliziert und man wird insbesondere mit grossen, dunkelhaarigen Hunden oft von der Bevölkerung schief angeschaut. Gerade weil Hundehaltung so öffentlich ist, brauchen Hundehalter sehr viel Verantwortungsgefühl, müssen Rücksicht nehmen und brauchen oft selber ein dickes Fell und Geduld bei der Navigation durch den Hundegesetz-Paragrafendschungel. Zudem müssen angehende Hundehalter  vor der Anschaffung einen theoretischen Sachkundeausweis nachweisen können.

Lebenslanges lernen

Hundehalter und ihre Hunde müssen ein Leben lang gemeinsam lernen und sich weiterentwickeln. Gute Hundehalter belassen es nicht beim Sachkundenachweis, sondern bilden sich stetig selbstständig weiter.

Was Katzenhalterinnen und -halter wissen müssen.

Katzen sind sehr individuelle und eigensinnige Heimtiere und gerade diese Eigenschaft wird von den Katzenliebhabern sehr geschätzt.  Eine gute Beziehung zu Katzen entsteht dann, wenn der  Mensch auf die Kontaktwünsche der Katze eingeht und nicht umgekehrt.  Ist das Verhalten gegenüber der Katze fordernd, so wird der Katzenhalter schnell enttäuscht werden. Eine Katze lässt sich im Gegensatz zum Hund nicht dressieren und ist deshalb auch viel weniger von seinem Herrchen oder Frauchen abhängig.

Katzen sind Fleischfresser

Katzen sind sogenannte Beutegreifer und gehen auf Jagd. Wer Mühe damit hat, dass die Katze lebende, halbtote oder tote Beutetiere heimbringt, sollte sich eher für ein vegetarisches Heimtier wie Kaninchen oder Meerschweinchen entscheiden. Katzen können und sollen nicht zum Vegetarismus gezwungen werden, es sind ganz klare Fleischfresser und Beutegreifer mit einer Spezialisierung auf Mäuse.

Genug Auslauf und Aufmerksamkeit

Katzen brauchen viel Raum: Eine artgerechte Einrichtung sind Versteck-, und  Rückzugs-möglichkeiten, erhöhte Liegeplätze und eine 3D-Nutzung des Raumes, Kratzgelegenheit sowie pro Katze eine Toilette.  Auch die Katze möchte die Aufmerksamkeit des Menschen für sich gewinnen, wenn auch nicht so ausgeprägt, wie beim Hund.  Insbesondere  bei Wohnungskatzen ist darauf zu achten, dass man sich mit ihnen intensiv und lange beschäftigen muss, damit sie nicht vereinsamen.