Wieso sind Sie Kinder­botschafterin geworden?

Ich war froh, als die AWD-Stiftung Kinderhilfe damals bei mir anfragte, da es mir bereits länger durch den Kopf ging, etwas von unserem guten Leben hier in der Schweiz weiterzugeben, an Familien, die das nicht haben. Der Anstoss zum Engagement in diesem Bereich war meine Tochter, die vor drei Jahren mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte zur Welt kam. Ich dachte mir, dass ich in diesem Bereich etwas bewirken könnte, da ich mich hier auskenne und einen Bezug dazu habe.

Wie wichtig ist helfen für Sie?

Ich reise sehr viel und sehe dabei Sachen, die nicht nur schön sind. Beispielsweise habe ich Townships gesehen in Südafrika, die äusserst erschreckend waren. Wir in der Schweiz leben sehr privilegiert, deshalb sollte Helfen bei uns dazugehören.

Wo sehen Sie die grössten Probleme für Kinder in der heutigen Welt?

Probleme gibt es überall, von Hunger über Aids bis zur gravierenden Armut. In Kapstadt habe ich Kinder gesehen, die unter der Autobahn schlafen und dort spielen. Die Welt kennt so viele Notlagen - man könnte sich dementsprechend auch für so viele Arbeiten und Hilfswerke
einsetzen!

Was ist Ihre Rolle als Botschafterin?

Ich möchte die Leute auf die Probleme der Kinder aufmerksam machen. Das Schweizer Fernsehen hat beispielsweise eine DOK-Sendung gemacht, die meine Reise und die Situation vor Ort zeigt. Damit haben wir einiges an Spenden zusammenbekommen, um den Kindern mit Operationen und medizinischen ­Apparaten zu helfen.

Werden Sie sich in Zukunft auch anderweitig engagieren?

Ich möchte unbedingt in diesem Gebiet bleiben, obwohl ich viele Anfragen für andere Projekte habe – ich möchte mit Herzblut und Elan ein Projekt richtig machen, zu dem ich auch einen persönlichen Bezug habe.