Freizeit

  • Bei der Wahl der Reise steht die Art der Behinderung im Zentrum
  • Tagesausflüge, Städtereisen, Kreuzfahrten oder Tauchferien: Je nach Behinderung ist alles möglich
  • Auf Barrierefreiheit achten
  • Alle Bereiche müssen zugänglich sein, nicht nur das Hotel
  • Attraktives Freizeitprogramm, wie Sportmöglichkeiten, Ausflüge und Restaurants
  • In der Schweiz gibt es seit dem Jahr 2004 ein Behinderten-
    gleichstellungsgesetz, das im öffentlichen Verkehr in der Schweiz Barrierefreiheit verlangt.

Reisen ohne behindertengerechte Transportmittel, rollstuhlgängige Unterkünfte oder spezielle Hilfsmittel im Freizeitbereich ist für Menschen im Rollstuhl nicht möglich. Die Stiftung Cerebral engagiert sich deswegen mit einer Vielzahl verschiedener Hilfsprojekte und -angebote für cerebral bewegungsbehinderte Menschen und ihre Betreuenden. «Wir möchten den Betroffenen eine möglichst hohe Lebensqualität bieten. Unsere Stiftung ist mit diesem Ziel vor Augen in den Bereichen Mobilität, Freizeit, Entlastung, Therapie, Pflege und Hilfsmittel aktiv», so Michael Harr, Geschäftsleiter der Schweizerischen Stiftung für das cerebral gelähmte Kind.

Camping in der Schweiz

Das Camping-Projekt der Stiftung Cerebral beispielsweise bietet Menschen im Rollstuhl und ihren Familien eine einzigartige Ferienmöglichkeit an. Die Stiftung stattet in der ganzen Schweiz Campingplätze mit rollstuhlgängigen Bungalows aus. «Die in Zusammenarbeit mit dem TCS entwickelten Bungalows werden fix platziert und können von interessierten Familien gemietet werden», beschreibt Harr. «Eine weitere Camping-Option für die individuelle Feriengestaltung sind unsere zwei rollstuhlgängigen Camper, die wir kostengünstig vermieten. Das saisonale Angebot der Mobilehomes besteht von März bis Oktober», so Harr weiter. Mit dem neuen Campingangebot hat man auf ein oft geäussertes Bedürfnis der Betroffenen reagiert, die sich Ferien in der Natur wünschen, dies wegen ihrer Behinderung aber kaum realisieren können.

Fahrradvermietung

Ein weiteres Pionierprojekt ist die gesamtschweizerische Velovermietung für behinderte Menschen. «Das Bedürfnis der Familien, zusammen mit ihren behinderten Angehörigen Velotouren unternehmen zu können, haben wir bei der Beratung erfasst und sind darauf entsprechend eingegangen», berichtet Harr. Aktuell können an 17 Standorten Spezialvelos ausgeliehen werden. Die Stiftung Cerebral finanziert die Anschaffung der Spezialvelos. In naher Zukunft sollen weitere Velos dazukommen und zusätzliche Mietstationen eröffnet werden. In den letzten Jahren hat sich laut Harr gerade in den Bereichen Mobilität und Freizeit viel getan. Es brauche aber nach wie vor auch private Initiativen, damit die Betroffenen auf die Möglichkeiten aufmerksam werden und sie nutzen.