Laut Schätzungen müssen weltweit 150 Millionen Kinder im Alter zwischen 5 und 14 Jahren arbeiten und können deshalb keine Schule besuchen. Viele von ihnen arbeiten unter gefährlichen Bedingungen: in Minen, auf Müllbergen, in Fabriken an gefährlichen Maschinen, in der Landwirtschaft im Kontakt mit Chemikalien und Pestiziden. Rund 60 Prozent der betroffenen Kinder werden im Landwirtschaftssektor eingesetzt. Mädchen werden vorwiegend in Haushalten beschäftigt, was sie dem Risiko von Gewalt oder Missbrauch aussetzt. Unicef befürchtet, dass sich die weltweiten Probleme der Kinder – und besonders der Mädchen – im kommenden Jahrzehnt weiter verschärfen werden. Gründe dafür sind die Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise, der Klimawandel, die zunehmende Migration und Verstädterung sowie die wachsende Zahl von Konflikten und humanitären Krisen.