«Hunger im Südsudan»...

...an diese Meldung hat sich die internationale Gemeinschaft leider schon fast gewöhnt. Bereits 2015, aber auch letztes Jahr waren weite Teile des jüngsten afrikanischen Staats von einer Hungerkrise heimgesucht worden. Auch dieses Jahr ist die Lage prekär. Nach Angaben des Welternährungsprogramms sind mehr als sieben Millionen Menschen von fremder Hilfe abhängig.

Vor allem in den vom Bürgerkrieg betroffenen Regionen des Südsudans hat sich die Situation weiter verschärft. Allerdings sind auch Gebiete, die bisher von den Kämpfen verschont geblieben sind, regelmässig von Hungerkrisen betroffen.

Dazu gehört beispielsweise die entlegene Region Nördlicher Bahr el-Ghazal im Nordwesten des Landes. Unfruchtbare Böden und Dürre im Wechsel mit verheerenden Überschwemmungen während der kurzen Regenzeit führen häufig zu Missernten und damit zu schwer abschätzbaren Engpässen bei der Nahrungsmittelversorgung. So ist es jedes Jahr eine Zitterpartie für die Menschen, ob die Vorräte bis zur nächsten Ernte ausreichen.

Verschiedene Hilfsorganisationen setzen sich vor Ort für die leidende Bevölkerung im Südsudan ein. Doch ist es fraglich, ob sie mit den schwierigen Bedingungen Schritt halten und so eine sich ausbreitende Hungersnot abwenden können. Denn die internationale Hilfe fliesst bisher nur spärlich.