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Einen Ausweg gefunden hat der 18-jährige Jonathan Alexander López.
Er schliesst dank eines Stipendiums die Matura ab und unterrichtet als Freiwilliger eine Tanzgruppe an einer Schule im Quartier Las Palmas der Hauptstadt San Salvador.

Die politische und wirtschaftliche Instabilität sind die Hauptgründe für die Konflikte in Honduras, El Salvador und Guatemala. Die Folgen: grosse Armut, hohe Arbeitslosigkeit und Gewalt im Alltag – für das friedliche Zusammenleben drei nur schwer überwindbare Hürden.

In den drei Ländern sind besonders viele Jugendliche arbeitslos. Wer noch zur Schule geht, tut dies nur vormittags. Am Nachmittag findet in El Salvador kein Schulunterricht statt.

Entsprechend verbringen die Jugendlichen in den Armenvierteln ihre Freizeit oft auf der Strasse – ohne sinnvolle Beschäftigung. Eine Situation mit verheerenden Folgen, denn dort rekrutieren kriminelle Jugendbanden neue Mitglieder.

 

Spass und Sport – statt Bande und Mord

Einen Ausweg gefunden hat der 18-jährige Jonathan Alexander López. Er schliesst dank eines Stipendiums die Matura ab und unterrichtet als Freiwilliger eine Tanzgruppe an einer Schule im Quartier Las Palmas der Hauptstadt San Salvador. Jonathan wohnt seit seiner Geburt in Las Palmas.

Trotz der Armut und der Kriminalität im Quartier möchte er hierbleiben und dazu beitragen, dass sich die Lage zum Besseren ändert. Darum arbeitet er in seiner Freizeit als Freiwilliger an seiner ehemaligen Schule.

Die Tanzgruppe, die Jonathan leitet, ist Teil eines Projektes eines Schweizer Kinderhilfswerkes, das Freizeitaktivitäten und ein nachschulisches Betreuungsprogramm für Kinder und Jugendliche bietet und sie damit von der Strasse fernhält – fern von den kriminellen Jugendbanden.

 

Kindern neue Perspektiven bieten

Die Jugendlichen haben zum Beispiel die Möglichkeit, Nachhilfeunterricht zu besuchen, einem Sportclub beizutreten, naturwissenschaftliche Experimente durchzuführen oder sich in Tanzstunden auszutoben.

Jonathan selbst nahm ab der siebten Klasse am Nachhilfeunterricht für Englisch teil und trat zur selben Zeit der Tanzgruppe bei. Damals war er noch ein blutiger Anfänger und kannte keinen einzigen Schritt. Heute ist das Tanzen seine liebste Freizeitbeschäftigung und seine Gruppe hat letztes Jahr an einem Wettbewerb zwischen verschiedenen Schulen San Salvadors den dritten Platz erreicht.

Dieses Jahr will Jonathan gewinnen. Er hat dank der Freizeitangebote neue Hoffnung geschöpft. Hoffnung auf ein Leben ohne tägliche Gewalt.