Immer wieder werden diese Kinder auf der Flucht von ihren Eltern oder Angehörigen getrennt und damit noch schutzloser. Safa ist ein Flüchtlingskind. Sie ist auf der Flucht vor dem Syrien-Konflikt und lebt in einem Flüchtlingscamp in Nordirak. Frägt man Safa, was sie sich am meisten wünscht, antwortet sie: Mein grösster Wunsch ist Frieden. Ein Wunsch, der angesichts der Komplexität des Konflikts in weiter Ferne scheint. Dabei sind Kinder die grössten Leidtragenden von Krieg und Zerstörung. «Kinder auf der Flucht werden abrupt aus ihrer Kindheit gerissen: Sie können häufig nicht zur Schule gehen, leben in ständiger Angst und werden mit unvorstellbarem Leid konfrontiert», sagt Elsbeth Müller, Geschäftsleiterin vom Schweizerischen Komitee für UNICEF. 

Trauma wird zum Dauerzustand

Es fehlt den Kindern an allem: an medizinischer Versorgung, an sicheren Unterkünften, Bildung, Schutz. «Zudem laufen sie Gefahr, Gewalt als alltägliche Erfahrung ihres jungen Lebens wahrzunehmen und das Trauma als Dauerzustand zu erleben», so Müller. UNICEF setzt sich deshalb dafür ein, dass diesen Kindern ein kleines Stück Normalität zurückgegeben wird. «In 71 Ländern leistet UNICEF Nothilfe: Wir stellen sauberes Trinkwasser zur Verfügung, impfen Kinder und versorgen sie mit therapeutischer Nahrung. Dank kinderfreundlichen Zonen ermöglichen wir Kindern einen strukturierten Alltag, Sicherheit sowie gemeinsames Spielen und Lernen. Dies stützt die Kinder in ihrer Widerstandskraft und fördert dadurch die Überwindung ihrer traumatischen Erlebnisse.» Bildung ist ein Hoffnungsschimmer für die Zukunft, doch allzu viele Flüchtlingskinder können nicht regelmässig zur Schule gehen. Safa hat die Möglichkeit, in ihrem Flüchtlingscamp eine UNICEF-Schule zu besuchen, und ist fest entschlossen, das Beste aus ihrem Leben zu machen.