Um die eigene Hinterlassenschaft zu regeln, gibt es verschiedene Optionen. So unter anderem Legate an gemeinnützige Organisationen. Gegenwärtig erhalten in der Schweiz solche Institutionen aus Legaten geschätzte 120 bis 150 Millionen Franken jährlich.

Für sie sind Legate und Erbschaften deshalb von grosser Bedeutung, weil sie eine langfristige Planung von Projekten ermöglichen. Sehr oft handelt es sich um namhafte Beträge, die sie entgegennehmen und für ihre Arbeit einsetzen dürfen.

Mit einer Erbschaft vermacht man einer gemeinnützigen Organisation einen Teil seines Nachlasses. Diese wird damit zur Miterbin. Meist ist dieser Erbschaftsteil in Prozenten der frei verfügbaren Quote angegeben. Im Gegensatz dazu ist ein Legat ein im Testament festgelegter fixer Betrag.

 

Überblick verschaffen

Die Nachlassregelung sollte sorgfältig geplant werden. Man muss sich dabei überlegen, welche Institutionen man begünstigen möchte. Falls man für seinen Entscheid zusätzliche Informationen über eine gemeinnützige Organisation benötigt, sollte man deren Jahresberichte und Jahresrechnungen anfordern und sich ein Bild über ihre Tätigkeit und den Einsatz der Spendengelder machen.

Bei den meisten Non-Profit-Organisationen und Hilfswerken kann man im Übrigen kostenlos Testaments-Ratgeber bestellen. Zuvor gilt es, sich einen Überblick über die eigenen Vermögenswerte zu verschaffen und sich darüber zu informieren, welchen Verwandten was gesetzlich zusteht.

Bei komplizierten Verhältnissen ist es ratsam, sich an einen Experten zu wenden. Dann gilt es festzulegen, wen man wie berücksichtigen möchte. Man kann den einzelnen Begünstigten fixe Beträge, bestimmte Sachwerte oder einen gewissen Teil seines Vermögens zukommen lassen.

 

Hilfswerk begünstigen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Legat zu machen. Am einfachsten ist es, wenn man ein Hilfswerk begünstigt, indem man es im Testament mit einem bestimmten Betrag berücksichtigt.

Man spricht dann von einem Legat oder Vermächtnis mittels Verfügung. Ist das Hilfswerk als Erbe eingesetzt, partizipiert es als Mitglied der Erbengemeinschaft mit einer gewissen Quote an der Hinterlassenschaft und erhält zusammen mit den Verwandten Einblick in den gesamten Nachlass.

Vielfach ziehen es gemeinnützige Organisationen vor, mittels Verfügung berücksichtigt, statt als Erbe eingesetzt zu werden. Viele dieser Organisationen betrachten Legate zunehmend als professionell zu erschliessende Spendenquelle.