Tag für Tag sterben Tausende von Kindern an den Folgen von Hunger und Mangelernährung. Armut, Misswirtschaft, Klimaveränderung, Naturkatastrophen oder Kriege sind die Ursachen dieser Tragödie, die für jeden einzelnen Menschen unsagbares Leid bedeutet.

Geschätzte 795 Millionen Menschen auf der Welt haben nicht genug zu essen. Die Zahl der Hungernden ist seit 1990 zwar um 216 Millionen zurückgegangen. Das Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen, den weltweiten Hunger bis zum Jahr 2030 zu beenden, kann jedoch nur mit grössten internationalen Anstrengungen erreicht werden.

 

Für ihr Alter zu klein

Die überwiegende Mehrheit der Hungernden (98 Prozent) lebt in Entwicklungsländern. Davon rund 511 Millionen in Asien und der Pazifikregion, 232 Millionen sind es in Afrika. Jedoch ist dort der Anteil der Hungernden an der Bevölkerung mit 20 Prozent am höchsten. Gemäss internationalen Schätzungen sind mehr als 160 Millionen Kinder unter fünf Jahren für ihr Alter zu klein, weil sie nicht genug zu essen haben.

Die Hälfte von ihnen lebt in Asien, ein Drittel in Afrika. Jedes siebte Kleinkind ist untergewichtig. Gerade in Afrika hat die Hungerkrise für die Bevölkerung, insbesondere die Kinder, ein dramatisches Ausmass angenommen. Das Vieh, die Lebensgrundlage der Familien, verendet nach und nach.

Das Ausmass der Katastrophe für die Menschen ist mehr als besorgniserregend. Von einer chronischen Unterernährung sind Kinder unter fünf Jahren am häufigsten betroffen. Diese führt zu Wachstumsstörungen und Gewichtsverlust, was die körperliche und geistige Entwicklung dieser Kinder nachhaltig beeinflusst.

 

Wasser und Nahrung

Zahlreiche Hilfswerke unterstützen die Familien mit Lebensmittelpaketen und frischem Trinkwasser. Ebenfalls erhalten sie Futter und Wasser für ihr Vieh, was für das Überleben und die Zukunft der Familien überlebenswichtig ist.

Mehr denn je sind Kinder auch gezwungen, zum Überleben ihrer Familien beizutragen. Wegen der anhaltenden Dürre ist das Wasserholen für viele zur tagesfüllenden Aufgabe geworden. Die Kinder können dabei nicht mehr zur Schule gehen, weil sie täglich Wasser holen müssen, was im Übrigen nicht nur während der Dürreperioden ein grosses Problem ist. Ohne Bildung haben sie aber wiederum erst recht keine Zukunft.