Millionen von Menschen haben in Ostafrika, unter anderem in Kenia, mit einem gravierenden Mangel an Nahrungsmitteln und Trinkwasser zu kämpfen. Nachdem die Regenzeit im Frühling 2016 als Folge der Klimaveränderung bereits ausgeblieben war, fiel sie auch im Oktober und November praktisch komplett aus.

Grosse Teile der Landbevölkerung in Kenia haben ihre Lebensgrundlagen verloren. Ihre Tiere sind verendet, die Speicher sind leer. Die Getreidepreise sind in der Dürrezeit stark angestiegen, das Saatgut ist aufgebraucht.

 

Vom Tod bedroht

Millionen von Kindern sind von der Hungerkrise in Ostafrika betroffen. Tausende von ihnen sind vom Tod bedroht. Die Krise spitzt sich derweil dramatisch zu. Unzählige Kinder sind inzwischen so unterernährt, dass sie kaum noch ansprechbar sind.

In Teilen Südsudans wurde inzwischen eine Hungersnot ausgerufen. Somalia, Kenia und Äthiopien stehen ebenfalls kurz vor einer Katastrophe. Die Situation für Familien und ihre Kinder ist alarmierend.

Die Hilfsmassnahmen von Hilfswerken fokussieren auf die dringendsten Bedürfnisse und richten sich an Notleidende, denen es am schlechtesten geht, um Menschenleben zu retten. Das Augenmerk richtet sich dabei insbesondere auf Kinder und Jugendliche.

Hilfsorganisationen versorgen die Not leidende Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Spezialnahrung für die Kinder, die Anzeichen von Mangel- und Unterernährung zeigen. Allerdings ist die Versorgung von Hilfsbedürftigen nur in Gebieten möglich, in denen keine Kämpfe herrschen. Viele Städte und Dörfer sind jedoch nicht erreichbar, da die Sicherheitslage dort ein Problem ist.

 

Sofort handeln

Die Hungersnot hat inzwischen auch in Kenia dramatische Dimensionen angenommen. Nur wenn Regierungen, internationale Geber und Hilfsorganisationen jetzt sofort handeln, lässt sich eine noch grössere Katastrophe verhindern.

Dabei sind im Besonderen der Zugang zu sicherem Trinkwasser und eine nachhaltige Hygieneförderung von grosser Bedeutung, um die Sterblichkeit der Bevölkerung zu reduzieren.