Der Brunnen von Sirarou ist nur einer von vielen, der von Helvetas im Norden Benins unter anderem für Geburtsstationen, Gesundheitszentren und Schulen gebaut wurde. Wo es bislang überhaupt kein Wasser gab, werden neue Löcher gebohrt und Brunnen errichtet. Alte, mangelhafte Ziehbrunnen werden zu geschlossenen Pumpbrunnen umgebaut. Die Wasserversorgung ist in Benin Sache der Gemeinden. Darum arbeitet Helvetas direkt mit den teils unerfahrenen Gemeindebehörden zusammen und unterstützt sie mit technischem und administrativem Know-how.

Hygienelektionen in der Schule

Gerade in Gesundheitszentren ist sauberes Wasser eminent wichtig. Als die Familien der Patientinnen das Wasser noch selber mitbringen mussten, kam es sehr oft zu Infektionen. Auch Wasser um die Instrumente zu desinfizieren und die Räumlichkeiten zu reinigen, fehlte oft. In den Schulen, die dank des Projektes nun einen Brunnen haben, wurden gemeinsam mit Helvetas Hygienelektionen erarbeitet und in den Lehrplan integriert. Die Kinder wachsen in der Regel ohne fliessendes Wasser auf. Nun lernen sie, die Hände vor dem Essen richtig zu waschen sowie hygienisch und sparsam mit Wasser umzugehen. So können vermeidbare Magen-Darm-Erkrankungen, die Kinder oft vom regelmässigen Schulunterricht abhalten, vermieden werden.

Ausbildung Brunnenpächter

Für den Unterhalt der Brunnen sorgen Wasserkomitees oder Brunnenpächterinnen, die dafür ausgebildet werden. Das sind meistens Frauen, die in der Nähe der Brunnen wohnen. Sie haben ein wirtschaftliches Interesse daran, dass er funktioniert, da sie das Wasser günstig verkaufen dürfen. Gesundheitszentren und Schulen erhalten ihr Wasser kostenlos von der Gemeinde.