«Unter der Telefonberatung 147 helfen wir täglich 400 Jugendlichen; von diesen Gesprächen ist jeweils eines zum Thema Suizid», sagt Stephan Oetiker, Direktor von Pro Juventute. In der Schweiz nehmen sich pro Monat drei Jugendliche das Leben – hiermit zählt Suizid zur zweithäufigsten Todesursache bei den 10  bis  19-Jährigen. Bedenklich bei diesen Zahlen sei, dass es zu dieser Thematik in der Schweiz noch nie nationale Präventionskampagnen gegeben habe, so Oetiker.

Cybermobbing als Suizidgrund

Unter den Faktoren, die zu einem Suizid bei Jugendlichen führen könnten, zählt Oetiker auch die relativ neue Sparte von Cybercrime: «Vom Ausland weiss man, dass Cybermobbing bereits erste Suizide gefordert hat – die Frage ist nicht, ob sich ein Kind in der Schweiz deswegen das Leben nehmen wird, sondern wann.» Bei Cybermobbing gibt es für die Opfer kein Entkommen, das Internet ist allgegenwärtig.  Dazu kommt, dass ein Bild, das einmal im Netz war, nicht mehr entfernt werden kann: Das Internet vergisst nicht. Deswegen gilt es, einige Regeln zu beachten. Kein Versenden oder Abspeichern von Nacktfotos. Weiter sollen Adressen sowie Telefonnummern nicht auf den sozialen Netzwerken angegeben werden.