Der Giftgasangriff gegen Zivilisten hat der Weltgemeinschaft einmal mehr vor Augen geführt, dass Frauen und Kinder die ersten Opfer sind. Als ob man dafür noch mehr Beweise gebraucht hätte. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte starben dabei 19 Kinder.

Der Krieg in Syrien hinterlässt tiefe Narben

Der amerikanische Militäreinsatz hat den Krieg in Syrien zurück in den Fokus gebracht. Der Bürgerkrieg sorgt für die Traumatisierung einer ganzen Generation. Unzählige Kinder sind verwaist und vertrieben.

Wie ihre kindliche Psyche die Ereignisse verarbeiten wird, kann nur abgewartet werden. Experten wissen: Diese Minderjährigen erleben sowohl seelisch wie körperlich ein schlimmes Trauma. Drei Millionen Kinder im Alter unter sechs Jahren kennen in ihrem Alltag nichts ausser Zerstörung und Gewalt.

Befragungen durch NGOs förderten zutage, dass Kinder und Jugendliche aggressiver werden, vermehrt bettnässen, ständig traurig und unglücklich sind. Grösste Angst flössen ihnen Bomben und Beschuss ein. In manchen Fällen verstummen die Kinder ganz: Der Krieg hat sie ganz einfach zum Schweigen gebracht. Schon im Kindesalter greifen sie zu härteren Drogen.

Niemand weiss, wann der Krieg endet

Nach sechs Jahren Krieg ist die humanitäre Katastrophe auf ihrem traurigen Höhepunkt angekommen. Die internationale Gemeinschaft will in diesem Jahr rund 5,6 Milliarden Euro zur Verfügung stellen.

Die Gelder sollen vor allem den Flüchtlingen und den in Syrien verbliebenen Zivilisten zukommen. Von diesem Betrag ist bisher nur ein Bruchteil eingetroffen. Gemäss UNO stehen von den in diesem Jahr notwendigen 4,5 Milliarden nur 433 Millionen zur Verfügung. Die Schweiz ist ihrer finanziellen Verpflichtung nachgekommen.

Die Kinder Syrien werden zur verlorenen Generation

Gleichzeitig wirken sich die Wirtschaftssanktionen gegen Syrien negativ gegen die Zivilbevölkerung aus: So wird zum Beispiel der Import von Krebsmedikamenten erschwert. Ähnliche Sanktionen kosteten im Irak-Krieg unzählige Kinderleben.