«Es ist wichtig, dass Mensch und Natur auch in einer dichteren Bauweise Raum zur Entfaltung haben. Die Menschen müssen sich in ihrer Lebensumgebung wohlfühlen», so Patrick Schoeck. Dem Schweizer Heimatschutz ist es deshalb ein Anliegen, dass die Bevölkerung sensibilisiert wird, wie wichtig eine intakte Kulturlandschaft für den Lebensraum ist. «Oberstes Ziel muss es sein, Orte zu schaffen, wo sich die Menschen gerne aufhalten. Wenn die Planung an den Menschen vorbeizielt, ist es schwer, etwas rückgängig zu machen: Was gebaut ist, ist auf lange Sicht gebaut.»

Auszeichnungen für beispielhafte Gemeinden und Städte

Der Schweizer Heimatschutz zeichnet deshalb beispielhafte Gemeinden und Städte aus. So wird etwa der Wakkerpreis jährlich einer Schweizer Gemeinde verliehen, die ihr Ortsbild sorgsam pflegt und entwickelt. Preiswürdig sind aber nur Gemeinden, die sich aktiv um den Schutz der Landschaft und eine vorbildliche Verkehrsplanung bemühen.
Dieses Jahr geht der mit 20 000 Franken dotierte Wakkerpreis an die Gemeinde Bergell (GR). «Die Gemeinde hat erkannt, wie wichtig es ist, die bestehende wertvolle Baukultur und die intakte Kulturlandschaft zu erhalten. Dabei wurden gemeinschaftlich Strategien zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der Kulturlandschaft erarbeitet», so Patrick Schoeck. Der Schulthess Gartenpreis mit einer Preissumme von 25000 Franken wiederum zeichnet herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Gartenkultur aus. «Dazu gehören etwa die Erhaltung und Pflege historisch wertvoller Gärten und Parkanlagen. Der Preis belohnt nicht nur vergangene Leistungen, sondern auch zukunftsgerichtete Projekte», führt Patrick Schoeck aus. Der diesjährige Schulthess Gartenpreis geht etwa an die Stadt Lausanne, die seit den 1990er Jahren das gemeinschaftliche Gärtnern in der Stadt fördert. Damit schafft sie sozialen Ausgleich, belebt Brachen und schafft Natur in der Stadt. Ein ganzheitlicher Ansatz, der den Vorstellungen des Schweizer Heimatschutzes entspricht.