«Der Alltag unserer Bewohner unterscheidet sich wenig vom Alltag nicht behinderter Menschen», sagt Erhard Humm, Geschäftsführer der Stiftung. Unter der Woche arbeiten sie in den Werkstätten und Ateliers und können am Abend ein breites Angebot von Freizeitkursen besuchen. Ein Vorteil ist ausserdem die Nähe zum Glattzentrum, was den Bewohner die Teilnahme am öffentlichen Leben einfacher macht.
Der Ansatz der Stiftung ist ein ganzheitlicher. Im Mittelpunkt aller agogischen Leistungen steht immer die einzelne Person. Die Begleitung und Unterstützung orientiert sich an deren individuellen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Ressourcen. In den letzten Jahren wurde immer deutlicher, dass der Schweregrad der Beeinträchtigungen und der Pflegebedarf zunimmt. Dieser Umstand macht es schwieriger, die Personen in den Arbeitsalltag zu integrieren. «Selbst einfachste Arbeiten in den Ateliers sind oft nicht mehr oder nur mit grossem Betreuungsaufwand möglich», sagt Erhard Humm.

Verstärkte Integration behinderter Menschen in die normale Gesellschaft

Die Stifung sieht jedoch kein Problem mit der Integration von Menschen mit Behinderung allgemein. Die gesellschaftliche Akzeptanz sei durchaus vorhanden und weit verbreitet. Dank der Solidarität in allen Schichten der Bevölkerung konnten bereits viele Projekte zugunsten  von Menschen mit Behinderung umgesetzt werden, zum Beispiel der Ausbau und Betrieb des Ferienzentrums Wannental in den letzten Jahren. Dort konnten viele tausende schwerbehinderte Personen Ruhe, und Erholung, aber auch Aktivitäten geniessen.

Aktuelles Projekt Eterna

Da es so schwierig ist, angemessenen Wohnraum für schwer und mehrfach Behinderte zu finden, plante die Stiftung Altried ein Grossprojekt namens Eterna. In Zürich-Schwamendingen entstanden 33 neue Wohnplätze und ein grosser Therapiebereich. Die Investitionskosten belaufen sich auf 37 Millionen Franken, wovon der Kanton 12 Millionen beisteuert. Spenden für dieses Projekt werden gerne angenommen.