In den vergangenen 25 Jahren haben sich die Realeinkommen in Entwicklungsländern beinahe verdoppelt. Die Kindersterblichkeit wurde halbiert. Die Anzahl der Menschen mit Grundschulbildung ist markant gestiegen. Zwei Drittel aller Staaten sind heute Wahldemokratien. So die Bilanz des Eidgenössischen Departements für Auswärtige Angelegenheiten. Zu dieser Erfolgsgeschichte hat die Entwicklungszusammenarbeit, einen wichtigen Beitrag geleistet. Seit fünfzig Jahren setzt sich die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) gegen Hunger und für bessere Perspektiven ein.

Im Wandel der Zeit

Der Wille zur positiven Veränderung ist stets derselbe geblieben. Die Arbeitsmethoden und die Definition von Entwicklung haben sich allerdings gewandelt. In den Fünfzigerjahren wurde der Begriff Entwicklung mit dem Wandel eines armen Landes hin zu einem Industrie­staat gleichgesetzt. Dieses Modell wurde in den Achtzigerjahren von der Idee abgelöst, Bedürfnisse zu befriedigen, ohne die Entwicklungschancen künftiger Generationen zu gefährden. Ein Paradigmenwechsel folgte mit der Millenniumserklärung im Jahr 2000. Die karitative Entwicklungshilfe gehörte der Vergangenheit an. Der Dialog mit den örtlichen Behörden und der Gesellschaft steht seither im Vordergrund.

50 Jahre Fastenopfer

Auch das Hilfswerk Fastenopfer unterstützt rund 350 Organisationen und hilft ihnen, sich gut zu organisieren, ihre Probleme zu definieren, Lösungen dafür zu finden. Mit langjähriger Begleitung wird den Menschen so zu ihren Rechten verholfen; Recht auf Nahrung, Recht auf menschenwürdige Arbeitsbedingungen, Recht auf eine intakte Umwelt. Ganzheitliche Entwicklung, setzt bei den Ursachen an und fordert zur Veränderung ungerechter Strukturen auf, heisst es im Leitbild der Organisation, die heute in 16 Ländern Hilfe zur Selbsthilfe leistet. Wie die DEZA feiert auch Fastenopfer dieses Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Was mit einer katholischen Jugendbewegung begann, wurde über die Jahrzehnte zu einer starken Organisation, die von Tausenden von Pfarreiangehörigen und Zehntausenden von Spendern und Spenderinnen unterstützt wird. Jedes Jahr werden so Millionen von Franken für Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika gesammelt.