Der Nahost-Konflikt macht auch vor den Unschuldigen und Wehrlosen keinen Halt. «Vor allem die Kinder und Mütter leiden unter dem israelisch-palästinensischen Konflikt», weiss Reto Mischler, Public Relations Manager Kinderhilfe Bethlehem. Das Caritas Baby Hospital kümmert sich um die medizinische Grundversorgung und um das Wohlergehen der Schwächsten. Es behandelt täglich circa 96 Kinder, rund 35 000 Patienten jährlich. Davon werden über 4000 in der stationären und 30 700 in der ambulanten Klinik versorgt. «Die Kinder leiden zum einen unter typischen Armutskrankheiten. Zum anderen wird eine harmlose Erkrankung wie Durchfall oft lebensbedrohlich, weil die Kinder zu spät zum Arzt kommen und die schlechten hygienischen Umstände den Krankheitsverlauf stark beschleunigen», so Mischler.

Gemeinsam stark
Die Kinderhilfe Bethlehem engagiert sich seit 1952 für Kinder, Frauen und Familien in Not. Es ist das einzige Spital, das die Mütter gezielt in die Pflege der Kinder einbezieht. Um das oft überlebensnotwendige Wissen in der Kinderpflege, Hygiene und gesunder Ernährung zu vermitteln, initiierte die Kinderhilfe Bethlehem die Mütterschule. Das internationale Hilfswerk unterstützt mit vielen weiteren Projekten Menschen in der Region und in den umliegenden Ländern. Es gewährt Projektmitfinanzierung in den Bereichen Gesundheit, Notfallhilfe, Soziales und Bildung. «Die Kooperation mit lokalen Organisationen ist wichtig, da sie direkten Kontakt zu den Familien vor Ort haben und ihre Probleme und Bedürfnisse am besten kennen», erklärt Mischler. Zudem gäbe es auch eine bewährte Zusammenarbeit mit israelischen Hospitälern. Für die Zukunft wünscht Reto Mischler dem Kinderspital viele weitere Jahre erfolgreiches Arbeiten im Dienste der Kinder und der Region einen gerechten Frieden.