«Ich möchte meine Kinder wieder lachen sehen!» Der Wunsch von Liberias Präsidentin, der Friedensnobelpreisträgerin Ellen Johnson Sirleaf, ist ein wichtiges Bekenntnis zugunsten der kommenden Generation. Die Hälfte der Bevölkerung Liberias ist jünger als 18 Jahre alt.
UNICEF unterstützt das westafrikanische Land mit Programmen, die Kinder in ihrer Entwicklung begleiten und stärken.

Grosse Herausforderung: Überlebenssicherung für die Kleinsten
Vor 10 Jahren stand Liberia am Abgrund. 250 000 Menschen hatten im Bürgerkrieg zwischen 1989 und 2003 ihr Leben verloren, 90 Prozent der knapp vier Millionen Einwohner waren zu Vertriebenen geworden. Die Infrastruktur des Landes war fast komplett zerstört.
Inzwischen hat Liberia beachtliche wirtschaftliche Fortschritte gemacht, vergibt Mikrokredite, verabschiedet wichtige Gesetze, baut Strassen und Brücken, Markthallen und Läden, legt Wasser- und Stromleitungen. Viele Schulen wurden errichtet oder wieder aufgebaut. Wo Kinder während Jahren keinen Unterricht erhielten, gehört das Lernen für immer mehr von ihnen wieder selbstverständlich zum Alltag.
Damit die kommende Generation sich überhaupt entwickeln kann, müssen Kinder überleben. Weil der Zugang zu einer qualitativ guten Gesundheitsversorgung dafür die Grundvoraussetzung ist, engagiert sich UNICEF Schweiz primär in diesem Bereich. Die hohe Kinder- und Müttersterblichkeit stellt in Liberia nach wie vor eine grosse Herausforderung dar: Nahezu jedes zehnte Baby überlebt sein erstes Lebensjahr nicht, weiter stirbt jedes zehnte Kleinkind zwischen dem ersten und dem fünften Geburtstag. Von 100 000 werdenden Müttern sterben 990 während der Schwangerschaft oder der Geburt. Die meisten dieser Todesfälle sind vermeidbar.
Das Beispiel Liberias zeigt: Selbst schwer kriegsversehrte Länder haben eine reelle Chance auf Entwicklung. Aber nur dann, wenn ihre Kinder überleben, gesund aufwachsen und zur Schule gehen. Diese Chance können wir ihnen geben – mit Ihrer Hilfe.