Die in der Schweiz lebenden sehbehinderten und blinden Personen belaufen sich gegenwärtig auf etwa 320 000 Betroffene. Bereits seit vielen Jahren leisten motivierte freiwillige Mitarbeitende wertvolle Hilfe für Sehbehinderte und Blinde in der Schweiz. Um die Lebensqualität der blinden und sehbehinderten Menschen zu steigern, springen Freiwillige dort ein, wo Zeit und Möglichkeiten von Fachpersonen beschränkt sind. Zum Beispiel beim regelmässigen Vorlesen von Briefen, beim Joggen mit blinden Klienten, beim Begleiten zu Einkäufen oder beim Gang zu Post und Bank oder anderen häuslichen Tätigkeiten. Vielfach leisten sie Gesellschaft, hören zu, schenken Zeit und sehr viel Heiterkeit.

Etwas Sinnvolles tun

Die Vermittlung ehrenamtlicher Mitarbeitender an Menschen mit Beeinträchtigungen, wie sie u.a. der Schweizerische Blindenbund betreibt, hat sich mittlerweile zu einer wichtigen Ergänzung der professionellen Dienstleistungen in den Bereichen Rehabilitation und Sozialberatung entwickelt. Doch auch für die freiwilligen Mitarbeitender selbst, birgt die Arbeit viele Vorteile: Denn sie erhalten einen Einblick in das Leben von Betroffenen und sind ihnen oft viel näher, als es das professionelle Fachpersonal sein kann. Als Hauptmotivation für freiwilliges Engagement wird oft der Wunsch genannt, sinnvollen Einsatz zu leisten für Menschen, die Hilfe brauchen und denen man helfen kann. Auch der Spass an der Tätigkeit, die Freude an der Arbeit mit Menschen, sowie eigene Kenntnisse und Erfahrungen einzusetzen und zu erweitern kommt dabei zum Tragen. Der Lohn der Freiwilligenarbeit ist neben dem guten Gefühl der Dank und die Anerkennung von Betroffenen.