Als Maria Constanti, die den Verein heute präsidiert, seinerzeit von der Armut in der Ukraine erfuhr, war ihr sofort klar, dass sie helfen wollte. «Als ich hörte, unter welchen Bedingungen manche Mütter dort ihre Säuglinge grossziehen müssen, beschloss ich, meine überschüssigen Babykleider an hilfsbedürftige Mütter in der Ukraine zu schicken», blickt sie zurück. Der Grundstein für den Verein war damit gesetzt.

Keine Kleider

Von der Dankbarkeit, die sie aus der Ukraine erhielt, war Constanti gerührt und beeindruckt. «Viele Menschen besitzen dort keine richtigen Kleider. Deshalb unterstützen wir sie mit Kleidungsstücken, Schuhen und anderen Hilfsgütern», sagt sie. Damit gewährleistet ist, dass die Hilfe bei den Bedürftigen auch wirklich ankommt, reiste sie zusammen mit einem weiteren Vorstandsmitglied persönlich in die Ukraine, um dort seriöse ortsansässige Kooperationspartner zu suchen, die sich um die lokale Verteilung kümmern.

Aufklärung und Bildung

So funktioniert die Arbeit des Vereins auch in andern Ländern, etwa in Äthiopien oder auf den Philippinen. Wichtig ist den Vereinsverantwortlichen ein ganzheitlicher Ansatz. «Zuerst geht es darum, die Grundbedürfnisse der Menschen zu befriedigen», betont Constanti. «Wenn die Kinder mit hungrigem Magen zur Schule gehen, können sie sich nicht konzentrieren. Und um zu lernen, benötigen sie ein Klassenzimmer, Schulmaterial und gut ausgebildete Lehrkräfte.» Bildung bringe die Menschen aus der Armut heraus, sagt Constanti. «Wenn nur schon ein Familienmitglied eine gute Bildung hat, ist dies ein Gewinn für die ganze Familie.» Da sich viele arme Menschen in den Ländern, in denen der Verein mit Kooperationspartnern vor Ort zusammenarbeitet, keine Spitalbehandlung leisten können und die Spitäler nur mit dem Allernötigsten ausgerüstet sind, werden Gesundheitseinrichtungen mit finanziellen Spenden und medizinischen Hilfsgütern versorgt. Alle Vereinsmitglieder arbeiten ehrenamtlich.