Zahlen & Fakten

  • Von den 18,2 Millionen Syrerinnen und Syrern, die im Land verblieben sind, benötigen 13,5 Millionen humanitäre Hilfe (davon 6,6 Millionen intern Vertriebene). Hinzu kommen mehr als 4,8 Millionen Flüchtlinge in Nachbarländern und Nordafrika.
  • Der von der UNO und vom IKRK gemeldete Bedarf beläuft sich auf USD 2,9 Milliarden (Syria Strategic Response Plan 2016), davon sind 20% finanziert.
  • Hinzu kommen USD 4,5 Milliarden (Regional Refugee & Resilience Plan 2016 bis 2017), hier sind 27% finanziert. Weitere USD 151,5 Millionen fallen beim ICRC Emergency Appeal Syria an. Hier sind 45,7% finanziert.

Seit Beginn des Syrien-Konflikts im März 2011 hat die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) 250 Millionen Franken zur Deckung der humanitären Bedürfnisse in der Region bereitgestellt.

Der Beitrag der Schweiz für die Hilfe in und um Syrien sowie für die Irakkrise wurde auf Beschluss des Bundesrats vom September 2015 bis Ende 2015 um 30 Millionen Franken aufgestockt.

Dieser Betrag dient dazu, die Aktivitäten von humanitären Partnerorganisationen der Schweiz zu finanzieren (Internationales Komitee vom Roten Kreuz IKRK, Welternährungsprogramm und UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge UNHCR).

Die Zeit drängt

Die Intensität der humanitären Krise, von der Syrien und die Nachbarländer seit Anfang 2011 betroffen sind, nimmt nicht ab. Für die Menschen in der Region sind die Auswirkungen katastrophal. Nur schon in Syrien sind mehr als 13,5 Millionen Menschen von humanitärer Hilfe abhängig.

Die Zahl der Flüchtlinge in den Nachbarländern wird auf über 4,8 Millionen Menschen geschätzt. Syriens Nachbarländer haben mit aussergewöhnlicher Grosszügigkeit auf die grosse Anzahl Schutzsuchender reagiert, stossen aber zunehmend an die Grenzen ihrer Aufnahmekapazitäten.

Die Zeit für Hilfslieferungen in die Region drängt. Von den 250 Millionen Franken, welche die Schweiz seit 2011 für die Opfer der Syrien-Krise aufgewendet hat, dienten 53 Prozent dazu, Not leidende Menschen in Syrien zu unterstützen, der Rest ging in die Nachbarländer (Libanon, Jordanien, Irak und Türkei), welche die Hauptlast der Flüchtlingskrise tragen.