Einmal die Füsse ins Meer tauchen, an einem Sportanlass teilnehmen oder ein paar Tage auf dem Ponyhof verbringen. Bescheidene Wünsche, die für behinderte Kinder oft nur sehnsüchtige Gedanken bleiben. «Menschen mit Behinderungen haben die gleichen Bedürfnisse wie Nichtbehinderte. Das Freizeitangebot ist für sie jedoch sehr beschränkt und je nach Behinderungsgrad aufwändig und kostspielig», so Catharina de Carvalho, Geschäftsführerin der Stiftung Denk an mich. «Wir wollen Menschen mit Beeinträchtigungen die Möglichkeit geben, aus ihrer gewohnten Umgebung herauszukommen, neue Eindrücke zu sammeln und sich ganz einfach etwas zu gönnen», so de Carvalho.

Solidarität und Integration

«Die unbändige und ungefilterte Freude der Beschenkten ist so intensiv und ansteckend, dass sie in ihrem Gegenüber ebenfalls Glücksgefühle auslösen», beschreibt de Carvalho. Die ermöglichten Ferien- und Freizeiterlebnisse sind für alle Beteiligten eine wertvolle Verschnaufpause vom Alltag und das Ermöglichen eines solchen Erlebnisses ist letztlich auch für die Gebenden eine persönliche Bereicherung.Ein Erholungsaufenthalt oder die Ferienerlebnisse sind Erfahrungen, die das Selbstvertrauen der Unterstützten aufbauen. Durch diese neuen Begegnungen werden Berührungsängste zwischen Menschen mit und Menschen ohne Behinderungen abgebaut und die Integration und Solidarität gefördert. «Der gegenseitige Austausch im alltäglichen Leben ist eine Bereicherung und steigert das Verständnis, wovon letztlich alle profitieren», sagt de Carvalho. Doch Integration bedingt auch mehr Bewegungsfreiheit für behinderte Menschen. Für die gleichberechtigte Teilnahme am gesellschaftlichen Alltag sind gemäss de Carvalho noch viele Anpassungen notwendig. Die Schranken gehören beseitigt – sowohl im Alltag als auch im Kopf.