«Lambarene» heisst übertragen aus einem gabunischen Dialekt: «Wir wollen es versuchen». Der Versuch ist gelungen, und so ist das Urwaldspital wohl das älteste Entwicklungshilfeprojekt in Afrika, das von Europäern aufgebaut wurde und noch voll in Betrieb ist. Doch nicht nur Helfen und Heilen war Schweitzers Mission; er bleibt auch vielen als kompromissloser Verfechter seiner Menschen, Tiere und Pflanzen umschliessenden Ethik «Ehrfurcht vor dem Leben» in guter Erinnerung. 1954 durfte er den Friedensnobelpreis in Oslo empfangen, drei Jahre später richtete er über Radio Oslo einen ersten Appell an die Weltbevölkerung und forderte das Ende des Atomwettrüstens.

Schweiz hilft mit

Zur Schweiz hatte Albert Schweitzer zeitlebens einen sehr engen Bezug, stand er doch an rund 80 Orten hierzulande mit Orgelkonzerten, Vorträgen und Predigten im persönlichen Kontakt zu Spenderinnen und Spendern. Dank der grossen Unterstützung der Schweizer Bevölkerung war es möglich, zahlreiche Projekte vor Ort zu realisieren. Wichtigster Partner des «Urwaldspitals» ist denn auch der Schweizer Hilfsverein für das Albert-Schweitzer-Spital in Lambarene SHV. Zum 100-Jahr-Jubliäum organisiert, koordiniert und publiziert der SHV viel Wissenswertes und Interessantes. Zudem will der Verein mit seinem Jubiläumsgeschenk «100 Jahre Lambarene» an die Maternité (Geburtsabteilung) einen Beitrag zur Senkung der immer noch hohen Säuglings- und Müttersterblichkeitsrate leisten.