Bereits schon heute haben die Abholzungen Auswirkungen auch auf das Klima in Südamerika. Die Kontrollen sind zwar verstärkt worden, die Satelliten-Überwachung hilft dabei, aber die Korruption macht eben auch vor dem Wald und seinen Profiteuren nicht halt.

Der Migration in Städte vorbeugen

Tausende von Menschen sind aus dem Wald in die Städte abgewandert, mit der Hoffnung, dort ein besseres Leben zu finden. In 3 Jahren ist in Itacoatiara, einer Stadt am Amazonas, eine Favela von ca. 20 000 Menschen entstanden. Das Hilfswerk «Anéba»,von der Wanderbewegung beunruhigt, hat sich gesagt: Wir müssen etwas tun gegen diese Abwanderung. Der Wald bleibt dann alleine und ist noch mehr jenen ausgeliefert, die sich der Hölzer bedienen, oder grossflächig für Monokulturen roden, alles unkontrolliert und ohne Rücksicht auf Verluste. Nur Profitgier.

Familien profitieren von Know-how im Landanbau

Die Initianten haben sich gesagt, wir müssen den Kleinbauern helfen, damit sie im Wald bleiben und ihn schützen. Sie haben ihnen gezeigt, wie sie organisch-biologisch Früchte pflanzen und diese  auch gewinnbringend verkaufen können. Damit erhöht sich die Lebensqualität der Waldbewohner wesentlich. Nach einigen Rückschlägen beginnt das Projekt Früchte zu tragen, im wörtlichen und sprichwörtlichen Sinne. 77 Familien, das sind mit Kindern ca. 400–500 Menschen, haben sich dem Projekt angeschlossen und sind in das Programm der Gruppe «Anéba» eingestiegen. Sie bleiben dem Wald treu. Diese Arbeit mit den Waldbewohnern sollte man ausdehnen, 200, 300 und mehr Familien ins Projekt aufnehmen. Auch die Schulen müssten verbessert oder ausgebaut und eine minimale Infrastruktur aufgebaut werden. Dazu braucht es finanzielle Mittel – Hilfe aus der Schweiz. Der Amazonas ist ein Entwicklungsgebiet mit unglaublichem Potenzial. Und er trägt aktiv zum Klimaschutz bei. Wenn Sie sich interessieren oder einen Beitrag leisten möchten – die Redaktion kennt die Adresse dieser Pionier-Gruppe.