Die Wissenschaftler ziehen aus ihren Erkenntnissen den Schluss, dass es tatsächlich echten Altruismus gibt - jenen Mechanismus also, der Menschen dazu bringt, auf eigene Vorteile zu verzichten, ohne dafür eine konkrete Gegenleistung zu erwarten.

Gutes zu tun, erfüllt wesentliche menschliche Bedürfnisse wie Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und gesellschaftliche Anerkennung

Dass Spenden Freude bereitet, ist wissenschaftlich erwiesen: Das sogenannte «Belohnungsareal» im menschlichen Gehirn wird beim Spenden automatisch aktiviert.

Diese Stimulation führe zu einer Erhöhung des Glücksgefühls, betonen die US-Forscher.

Spenden löst auch positive Emotionen aus. Nach einer Spende fühlen Menschen ein höheres Ausmass von positiven Gefühlen als Menschen, die Geld nur für sich selber ausgeben.

Das Spenden hat zudem zur Folge, dass man mit seinem eigenen Leben zufriedener zu sein scheint. Zusätzlich führt Spenden zu dauerhaftem Wohlbefinden: Spenden macht die Menschen langfristig glücklicher.

Positive Botschaften

Gutes zu tun, erfüllt wesentliche menschliche Bedürfnisse wie Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und gesellschaftliche Anerkennung. Auf der Suche nach dem, was uns glücklich macht, sind die Wissenschaftler der Selbstlosigkeit auf die Spur gekommen.

Ihre Vermutung: Geben ist seliger denn nehmen. Anders ausgedrückt: Wohltätigkeit macht glücklich. Geld für andere auszugeben, stiftet mehr Sinn, als es ausschliesslich für sich selbst zu verwenden.

Tatsache ist demzufolge, dass der Mensch durch seine Aktionen sowohl von sich selbst ein positives Bild gewinnen will als auch von anderen als gut wahrgenommen werden möchte.

Deshalb wenden sich viele Organisationen von Kampagnen ab, die auf Schuld basieren, und ersetzen diese vermehrt durch Spendenaktionen, die positive Botschaften und Gefühle transportieren: Glück, Freude und Selbstbewusstsein sind dabei essenzielle Faktoren.

Und: Offenbar bestimmt nicht nur Geld und Einkommen unser Spendenverhalten, sondern auch unser Befinden und unsere Grundeinstellung. Fazit: Wer für wohltätige Zwecke spendet, ist glücklicher.